Burlesque

Die Burlesque


Ursprünglich war die Burlesque eine Unterhaltungsform aus dem ersten Drittel des 20. Jahrhunderts und stand in enger Verbindung zum Vaudeville. Sie galt als Verbindung von Tanz, Gesang und angedeutetem Striptease, wobei sich die Tänzerinnen nie vollständig entkleideten, sondern sich nur einiger Kleidungsstücke auf der Bühne entledigten. Die moderne Burlesque als Bühnenshow wird verkörpert durch große Pariser Namen wie Moulin Rouge und Folies Bergère, die diesen Stil prägten.

(Neo-) Burlesque

In den 1990er-Jahren lebte das Thema mit Neo-Burlesque und New Burlesque mit Dita van Teese als DER Burlesque-Queen wieder auf. Hierbei handelt es sich um eine Tanzstil, der in Richtung humorvoll-fantasievoller Bühnenauftritt geht und weniger in Richtung erotische Animation. Somit erlaubt die New Burlesque eine deutlich erweiterte Palette an Stilrichtungen wie beispielsweise die Symbiose mit anderen Tanzstilen wie dem orientalischen Tanz. Dabei liegt der Fokus auf neckisch-humorigen Reizen (tease), und das Ausziehen (strip) entfällt.

In den modernen Fantasy-Elementen rund um den Bauchtanz entwickeln sich immer weitere,  neue Fusion-Stile. Einer davon ist die Verbindung des orientalischen Tanzes mit Burlesque- und Cabaret-Elementen, der unter verschiedenen Bezeichnungen bekannt ist: Oriental Varieté, Oriental Burlesque, Burlesque Fusion, Burlesque Bellydance, Burlesque Tribal, Varieté Bellydance Fusion… um nur einige zu nennen.

Der witzige und erfrischende Mix aus Bellydance und Showelementen, Ästhetik, Mimik- und Ausdruckskunst aus Burlesque und Swing, der mal ein bißchen frech aber auch mal humorvoll rüberkommt und so die Sinnlichkeit des Bauchtanzes perfekt mit den koketten Tease-Elementen und  Burlesque verbindet: eine sexy Mischung aus weichen, schwungvollen, femininen und aufregenden Bewegungen – Unterhaltung und Amüsement pur à la Hollywood!

Der „Oriental Varieté“-Stil wird gefühlt, getanzt und gelebt  und ermöglicht es der Tänzerin, einen eigenen persönlichen Stil, Ausdruck und Emotionen sowie die Harmonie zwischen Körper und Seele zu vermitteln und zur Burlesque-Diva zu werden. Neben den Grundelementen aus dem Orientalischen Tanz wie Shimmy, Twist, 8ten, Kreise, verschiedene Ebenen und Isolationen, fliessende Bewegungen, schöne Arme etc. werden Burlesque-Bewegungen wie Bump and Grind, Tease, Bühnenpräsenz und Mimik und Ausdruck eingesetzt. Gewürzt wird das Ganze mit dem Einsatz von typischen Accessoires aus verschiedenen Stil-Richtungen wie Schleier, Stock, Federboa, (Feder-)Fächer, Handschuhe, Fächerschleier, Isis-Wings, Kerzentablett, Spitzenschirm, Stuhl etc.
Das Kostüm ist pompös und basiert auf den mehr oder weniger klassichen Raqs Sharqi Kostüm-Elementen wie Rock, Hose und BH, wird aber phantasievoll mit Burlesque-Requisiten wie Corsagen, Schleppen-Rock, Strumpfbändern, Fascinator etc. aufgepeppt – immer strahlend schön und verführerisch, ein Hauch verrucht – aber immer angezogen. Bei der Musikauswahl sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt – alle Variationen aus klassisch-orientalischer und klassischer Tanzmusik wie Walzer oder Tango, über Jazz, Swing, Chanson, Burlesque, Moulin Rouge und Musical als auch modernem Pop sind möglich.

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